Rennrad: Welcher Schlauch?
So finden Sie den passenden Schlauch für Ihr Rennrad:
- Reifengröße ablesen: Schauen Sie auf die Seitenwand Ihres Reifens, dort steht die Größe (z. B. ETRTO-Größe 25-622 oder französische Größe 700x25C).
- Art des Ventils feststellen:
Sclaverand: sehr schlank, mit kleinem Schraubgewinde oben
Autoventil: dicker, wie beim Auto, ohne Schraubspitze
Dunlop: ähnlich wie Schrader, aber mit herausnehmbarem Einsatz - Reifengröße und Ventilart entsprechend auswählen.
- Falls Sie Aero-Felgen (50 mm oder höher) haben, wählen Sie ein längeres Ventil (60–80 mm) aus.
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Für Ihr Rennrad: Welcher Schlauch ist der richtige?
Bei der Auswahl spielen mehrere Faktoren eine Rolle – von der Größe über das Material bis hin zu speziellen Eigenschaften.
1. Größe und Dimensionen
Die erste und wichtigste Entscheidung betrifft die Dimension des Schlauchs.
- Reifengröße: Rennräder fahren meist 28-Zoll-Reifen, gängig mit den Bezeichnungen 700C oder ETRTO-Angaben wie 23–622, 25–622 oder 28–622. Der Schlauch muss zu dieser Größe passen.
- Breite: Schläuche decken meist einen Breitenbereich ab, z. B. 18–25 mm oder 25–32 mm. Der Schlauch sollte zum Reifen passen, sonst drohen Montageprobleme oder ein unsauberer Sitz.
Tipp: ETRTO-Nummern auf Reifenflanke ablesen und den Schlauch passend wählen.
2. Ventilart und Ventillänge
Beim Rennrad fast immer Standard: Sclaverand-Ventil (Presta).
- Ventillänge: Wichtig, wenn man mit hohen Felgen (Aero-Laufrädern) fährt. Bei flachen Felgen reichen meist 40 mm, bei mittelhohen 60 mm, bei Hochprofilfelgen 80 mm oder mehr.
- Ventil austauschbar: Manche Schläuche erlauben den Einsatz von Ventilverlängerungen – praktisch für tiefere Felgen.
3. Material: Butyl vs. Latex vs. TPU
- Butyl: Standardmaterial. Günstig, robust, hält die Luft lange. Ideal für Training und Alltag.
- Latex: Sehr elastisch, rollt leichter, sorgt für hohen Fahrkomfort und gute Pannensicherheit. Allerdings: höhere Luftverlust-Rate, tägliches Nachpumpen nötig.
- TPU (Thermoplastisches Polyurethan): Moderne Hightech-Alternative. Extrem leicht, klein verpackbar, geringster Rollwiderstand. Allerdings deutlich teurer und etwas empfindlicher bei Montagefehlern.
4. Gewicht und Performance
Wer auf jedes Gramm achtet, greift zu Latex- oder TPU-Schläuchen, da sie 30–70 g leichter sein können als Butyl. Gerade im Rennsport oder bei Bergetappen bringt das spürbare Vorteile. Für Training und Alltag hingegen reicht meist ein stabiler Butylschlauch.
5. Pannensicherheit
- Dicke Schläuche: Schwerer, aber robuster gegen Durchschläge.
- Dünne Leichtschläuche: Reduzieren Rollwiderstand, sind aber anfälliger.
- Reifen & Schlauch Kombination: Ein pannensicherer Reifen bringt mehr als ein schwerer Schlauch. Schlauchwahl kann aber das Gesamtsystem unterstützen.
6. Montagefreundlichkeit
- Butyl-Schläuche lassen sich einfach montieren.
- Latex erfordert Sorgfalt (kann sich einklemmen).
- TPU sollte nur mit Kompatibilitätshinweis des Herstellers zum Reifen/Felge genutzt werden, da sie empfindlicher sind.
7. Ersatzschlauch unterwegs
Auch ambitionierte Fahrer haben immer mindestens einen Ersatzschlauch dabei. TPU-Schläuche sind hier praktisch, da sie extrem klein verpackt werden können.
8. Einsatzzweck
- Alltag & Training: Butylschlauch – günstig, robust, pflegeleicht.
- Rennen & Performance: Latex – komfortabel und schnell, aber pflegeintensiv.
- Minimalgewicht & Hightech: TPU – ultraleicht, klein verpackbar, aber teuer.
Wer den passenden Schlauch wählt, kombiniert Sicherheit mit Effizienz und macht sein Rennrad für jede Fahrt optimal einsatzbereit.
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