Rollwiderstand bei Reifen
Reifen müssen Widerstände überwinden, um ein Fahrzeug voran zu bringen. Was Experten genau unter dem Rollwiderstand verstehen und welche Auswirkungen die Rollreibung auf einen Reifen hat, erfahren Sie hier.
Reifen mit geringem Rollwiderstand kaufen
Inhaltsverzeichnis
Bild © 2019 Shutterstock
Was versteht man unter Rollwiderstand?
Wer das Prinzip des Rollwiderstandes verstehen will, sollte zunächst die physikalischen Grundlagen verinnerlichen:
Mit dem Rollwiderstand wird die Kraft bezeichnet, die durch das Abrollen eines Rades auf der Fahrbahn hervorgerufen wird. Sie steht der eigentlichen, nach vorne gerichteten Bewegung entgegen.
Der Rollwiderstand beim Reifen ist also eine messbare Größe. Gemeinsam mit dem Luftwiderstand ergibt er die Energie, die aufgebracht werden muss, damit sich das Fahrzeug auf der Fahrbahn nach vorne bewegt. Umgangssprachlich würde man sagen, dass der Fahrer „mehr Gas geben“ muss, als das Fahrzeug von Luft- und Rollwiderstand gemeinsam gebremst wird. Entsprechend steigert eine erhöhte Rollreibung den Energie-, also den Kraftstoffverbrauch, denn bei jeder Reifenverformung kommt es zu einer Biegung des Reifens und das verbraucht Energie. Gerade bei Geschwindigkeiten ab 120 km/h nimmt die Verformung des Reifens stark zu.
Was hat den größten Einfluss auf den Rollwiderstand?
Der Rollwiderstand wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Einige davon lassen sich aktiv beeinflussen, andere hängen von den Eigenschaften der Fahrstrecke ab – zum Beispiel:
- Die Struktur der Fahrbahn: Unebene, raue oder weiche Untergründe erhöhen den Rollwiderstand.
- Steigungen: Bergauf muss mehr Energie aufgewendet werden, wodurch der Widerstand steigt.
- Die Eigenschaften der Reifen: Sommerreifen haben in der Regel einen geringeren Rollwiderstand als Winterreifen. Auch Reifenmodell, Gummimischung, Profilgestaltung und Reifendimension spielen eine Rolle.
- Der Luftdruck der Reifen: Ein korrekt eingestellter Luftdruck reduziert die Reifenverformung und kann den Rollwiderstand senken. Maßgeblich sind dabei immer die Herstellerangaben.
- Das Fahrzeuggewicht: Je höher Gewicht und Beladung, desto stärker wird der Reifen belastet und verformt – dadurch kann der Rollwiderstand steigen.
Rollwiderstand senken – so geht's
Sie können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um den Rollwiderstand Ihrer Reifen möglichst gering zu halten:
- Achten Sie auf den passenden Luftdruck. Ist dieser zu niedrig, verformt sich der Reifen stärker. Dadurch steigt der Rollwiderstand – und damit auch der Energie- beziehungsweise Kraftstoffverbrauch. Die passenden Angaben finden Sie meist in der Betriebsanleitung, an der Tankklappe, am Türholm oder in den Herstellerinformationen Ihres Fahrzeugs.
- Nutzen Sie zur Jahreszeit passende Reifen. Sommerreifen weisen in der Regel einen geringeren Rollwiderstand auf als Winterreifen. Dennoch sollten Reifen immer zu Witterung und Temperatur passen, da dies entscheidend für Grip, Bremsverhalten und Fahrsicherheit ist.
- Kontrollieren Sie regelmäßig Zustand, Alter und Profiltiefe Ihrer Reifen. Abgenutzte, beschädigte oder überalterte Reifen können die Fahreigenschaften verschlechtern und sollten rechtzeitig ersetzt werden.
- Vermeiden Sie unnötige Zusatzlast. Ein höheres Fahrzeuggewicht kann den Rollwiderstand erhöhen. Nicht benötigte Gegenstände oder Dachträger sollten daher entfernt werden.
Mit diesen Maßnahmen können Sie nicht nur den Rollwiderstand und den Kraftstoffverbrauch senken, sondern auch die Sicherheit, Laufleistung und Funktionsfähigkeit Ihrer Reifen unterstützen.
Welche Reifenart hat den geringsten Rollwiderstand?
Wir zeigen Ihnen nachfolgend Reifen mit dem geringsten Rollwiderstand. Kaufen Sie Ihre Reifen günstig bei reifen.com und profitieren Sie von unserem Top-Service und kostenlosem Versand. Passen Sie bei Bedarf die Filter wie Reifengröße, Lastindex oder Geschwindigkeitsindex an, um passende Ergebnisse zu erhalten.
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Ihre häufig gestellten Fragen:
Was versteht man unter Rollwiderstand?
Unter Rollwiderstand versteht man die Kraft, die entsteht, wenn sich ein Reifen beim Abrollen auf der Fahrbahn verformt. Diese Verformung kostet Energie und beeinflusst dadurch den Kraftstoffverbrauch beziehungsweise den Energieverbrauch eines Fahrzeugs.
Welcher Rollwiderstand ist gut?
Ein guter Rollwiderstand ist möglichst gering, weil dann weniger Energie verloren geht. Reifen mit niedrigem Rollwiderstand helfen Ihnen dabei, Kraftstoff zu sparen und die Effizienz des Fahrzeugs zu verbessern.
Wie berechnet man den Rollwiderstand?
Der Rollwiderstand wird häufig mit der Formel F = crr × m × g berechnet. Dabei steht crr für den Rollwiderstandsbeiwert, m für die Masse des Fahrzeugs und g für die Erdbeschleunigung.
Was bedeutet geringer Rollwiderstand?
Ein geringer Rollwiderstand bedeutet, dass der Reifen beim Fahren nur wenig Energie durch Verformung verliert. Das wirkt sich in der Regel positiv auf Verbrauch, Reichweite und CO2-Ausstoß aus.
Wie viel macht der Rollwiderstand bei Reifen aus?
Wie groß der Effekt ausfällt, hängt unter anderem von Fahrweise, Fahrzeuggewicht, Geschwindigkeit, Reifendruck und Reifentyp ab. Bei ungünstigen Bedingungen kann ein hoher Rollwiderstand den Verbrauch spürbar erhöhen – in einzelnen Fällen um bis zu etwa zehn Prozent.
Was ist besser, Rollwiderstand B oder C?
Rollwiderstand B ist besser als C, weil der Reifen effizienter abrollt und weniger Energie benötigt. Das kann sich durch einen etwas geringeren Kraftstoffverbrauch oder eine höhere Reichweite bemerkbar machen.
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